Das Spiel
„Früher haben wir beim Quartett-Spielen schnelle Autos verglichen, heute vergleichen wir Pleiteländer.“
Das Spiel
Ein Klassiker, den die meisten noch aus ihrer Kindheit kennen, wird nun auch wieder für Erwachsene interessant. Statt PS-Zahlen und Höchstgeschwindigkeiten von Autos, wie früher, vergleichen Sie heute Schuldenstand und Rating von Ländern. Finden Sie heraus, welches Land die höchsten Auslandsschulden pro Kopf hat und welches Land trotz Krise weiterhin gut bewertet wird. Gewonnen hat, wer sich nach und nach alle gegnerischen Karten erspielt hat.
In Zeiten wie diesen, in denen das Leben der Menschen aufgrund der Finanz- und Schuldenkrise von Sorgen und Zukunftsängsten geprägt ist, ist es, wie schon immer zu Krisenzeiten, hilfreich, aus der Not eine Tugend zu machen. Spielerisch lernen Sie mit dem Schuldenkrisenquartett die Länder kennen, die besonders betroffen von der Schuldenkrise sind und auch jene, die zum (Krisen-)gewinner geworden sind. Zusätzlich zu den Vergleichszahlen, die zum Spielen benötigt werden, ist jede Karte mit einem kurzen Infotext zum jeweiligen Land versehen. Es wird informiert und der Einfluss der Krise auf das Land beschrieben.
Bestellen können Sie das Schuldenkrisenquartett hier.
Das Schuldenkrisenquartett ist ein kreatives Produkt, das in keinem Spieleladen oder Geschenkeshop fehlen darf. Es eignet sich außerdem hervorragend als Werbegeschenk für Ratingagenturen oder Abo- Prämie für Print-Medien. Sollten Sie Interesse an größeren Bestellungen haben oder ein Angebot für Ihr individuelles Schuldenkrisenquartett mit eigenem Logo wünschen, so nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Die Idee
Die Krise ist in aller Munde, doch so richtig verstanden hat sie kaum jemand. Wenn man als Wirtschafts- bzw. Politikstudent fast täglich auf die Krise angesprochen wird und im Bekanntenkreis ständig als Fachkundiger „mal schnell was erklären soll“ wird schnell bewusst wie wenig greifbar das Phänomen Schuldenkrise doch ist. Erklärungen ziehen sich in die Länge und driften sehr oft sehr schnell ins Fachchinesisch ab. „Irgendwie muss es doch möglich sein die Krise für alle verständlich darzustellen und einfach zu erläutern, welches Ausmaß sie mittlerweile angenommen hat.“ Dies war der Ausgangspunkt der Idee. Als seit Kindeitstagen leidenschaftliche Quartettspieler war für Arndt Leininger und Fabian Renk die Lösung schnell klar. Ein Schuldenkrisenquartett soll es sein. Danach ging es Schlag auf Schlag, Informationen wurden recherchiert, eine Druckerei gesucht und eine befreundete Layouterin mit der Gestaltung betraut. Bei der Datenrecherche hatten wir Unterstützung von einer Freundin, welche später auch die Texte auf den Karten verfasste. So entstand in wenigen Wochen eine innovative Reaktion auf die Finanzkrise: lehrreich und spaßig zugleich.

Die Spielregeln
Supertrumpf
Zu Beginn des Spiels werden die Karten gleichmäßig an alle Mitspielerinnen verteilt. Jede Spielerin hält ihre Karten zu einem Päckchen gestapelt so in der Hand, dass nur das oberste Blatt – und zwar nur für sie – zu sehen ist.
Nun beginnt eine Spielerin indem sie eine der Kenndaten (Rating, Staatsverschuldung, Neuverschuldung, Nettoauslandsvermögen, Auslandsverschuldung pro Kopf) vorliest. Die Mitspielerinnen vergleichen diesen Wert mit dem ensprechenden Wert auf ihrer obersten Karte. Die Spielerin mit dem besten (ob dies die höchsten oder niedrigsten Werte sind, bleibt den Spielerinnen überlassen) Wert erhält die Karten aller Mitspielerinnen. Die Gewinnerin erhält die obersten Karten ihrer Mitspielerinnen und legt diese zuunterst zu ihrem Päckchen. Nun darf sie einen Wert aussuchen und vorlesen.
Bei Gleichstand – es haben zwei oder mehr Spielerinnen den gleichen Wert – werden die Karten in die Mitte gelegt und die Spielerinnen, die den besten gleichen Wert hatten, spielen eine Entscheidungsrunde unter sich aus. Die Gewinnerin dieser Runde erhält dann alle zuvor abgelegten Karten inkl. der Karten aus der Entscheidungsrunde.
Verliert eine Spielerin alle Karten, scheidet sie aus dem Spiel aus. Es ist oftmals üblich, dass Spielerinnen, die nur noch über 3 Karten verfügen, in diesem Falle alle 3 Karten anschauen dürfen und sich entscheiden dürfen, welche Karte sie nutzen wollen.
Das Spiel endet, wenn eine Spielerin alle Karten gewinnen konnte. Da dies unter Umständen sehr lange dauert, ist es eventuell sinnvoll vorab eine Spielzeit zu vereinbaren. In diesem Fall gewinnt, wer nach Ablauf der Zeit die meisten Karten gesammelt hat.
Klassisch
Zuerst müssen die Karten gemischt und gleichmäßig an die Spieler verteilt werden. Eine Spielerin beginnt das Spiel indem sie eine beliebige Mitspielerin nach einer Karte, die ihm zur Bildung eines Quartetts fehlt; z.B. „Hast du A2?“ oder „Hast du die Karte E3?“. Die Karte muss dabei eindeutig bezeichnet werden. Zusammengehörende Karten (ein Quartett) sind durch die Buchstaben oben links und gleiche Farbe gekennzeichnet.
Eine Spielerin darf nur nach Karten fragen die zu einem Quartett gehören von dem sie mindestens eine Karte bereits besitzt. Hat die befragte Mitspielerin die erfragte Karte, muss sie sie der Fragenden aushändigen. Ist dies nicht der Fall ist die zuletzt befragte Spielerin an der Reihe ihrerseits ihre Mitspielerinnen nach Karten zu fragen. Solange eine Spielerin auf ihre Fragen hin Karten erhält, darf sie weiter Fragen stellen. Wenn eine Spielerin ein vollständiges Quartett gesammelt hat sie dieses offen vor sich auf den Tisch zu legn. Wer keine Karten mehr auf der Hand hat, scheidet aus dem Spiel aus.
Siegerin ist diejenige Spielerin, die die meisten Quartette sammeln konnte.

Die Daten
Die auf den Karten wiedergegebenen Daten enstammen ausnahmslos öffentlich zugänglichen Quellen: IWF, CIA und teilweise die Zentralbanken der betroffenen Länder. Die Ratings stammen von der Agentur Fitch, sie sind nach kostenloser Registrierung auf der Website der Agentur einsehbar. Die Ländertexte basieren auf Presseberichterstattung.
Datenrecherche und Kartentexte: Nele Peerenboom
